Birgit Kempker

Wie sich Bilder betrachten




Im Raum steht 1 Tisch. Auf dem Tisch liegen 2 unbewegliche Bilder. In den 2 unbeweglichen Bildern auf dem Tisch, der mit 4 Beinen im Raum steht, stehen 2 Waldbäume und 2 Schlosstürme von unten nach oben. Unten ist Gras. Oben ist Himmel.
Im Raum, in dem mit 4 Beinen nach unten der Tisch steht mit 2 Bäumen und 2 Schlosstürmen von unten nach oben vom Gras in den Himmel, ist der Himmel vom Tisch 2 mal. Dasselbe der Boden. 1 mal ist der Himmel vom Tisch Wand 1. 1 mal ist das Gras vom Tisch Wand 1. 1 mal ist das Gras vom Tisch Wand 1 vis-à-vis, Wand 2. Der 2. Himmel vom Tisch ist die Decke vom Museum. Der 2. Boden vom Tisch ist der Boden vom Museum.
Im Museum steht 1 Tisch. 1 mal ist das Holz das Holz vom Tisch. Das 2. Holz ist das Holz von 2 Waldbäumen, die 1 mal 2 mal von unten nach oben im Gras im unbeweglichen Bild unbeweglich stehen und 2 mal von links nach rechts von Wand 1 zu Wand 2 vis-à-vis ausgestreckt sind. Strecken ist liegen. Liegen ist stehen.
Der 3. Himmel ist die Maserung vom Holz vom Tisch. In der Maserung fliegen die unbeweglichen Bilder Und weil sie nicht im Holz ertrinken, schwimmen sie. Fliegen ist schwimmen.
Der 3. Himmel ist der 3. Boden. Der 4. Himmel ist das Auge. Der 5. Himmel ist die Betrachtung. Das Auge tut so, als sei es auch 1 Tisch. Es steht auf 2 Beinen von unten nach oben, wie der Tisch in denselben Himmel rein und auf dem selben Boden drauf. Aber, es ahmt nur nach. In einer einzigen Nachahmung ahmt es zugleich die Betrachtungen nach und den Tisch.
Das Auge ist dem Himmel näher als dem Boden. Das Auge ist weiter weg vom Gras und weiter weg vom Himmel der 2 Waldbäume und der 2 Schlosstürme, als der Tisch als Unterlage davon weit weg sein kann. Das Auge kann sich neigen. Das kann der Tisch nicht. Neigung ist Bewegung. Unterliegen ist nah.
Das Auge kann sich so sehr neigen, dass der Himmel der 2 Waldtürme und der 2 Schlosstürme der Himmel des Auges ist. Dasselbe mit dem Gras. Aus dem Augenwinkel sieht das Auge, was es hört. Hören ist sehen.
Im Raum steht 1 Wand. Auf der Wand stehen 2 bewegliche Bilder. Die 2 beweglichen Bilder stehen sich 1 mal so nah, wie sich die 2 unbeweglichen Bilder auf dem Holztisch nahe stehen, und 2 mal so nah, wie Schlossturm zu Schlossturm und Waldbaum zu Waldbaum. Das Verhältnis zwischen Schlossturm zu Schlossturm zu Waldbaum zu Waldbaum verhält sich zum Verhältnis bewegliches Bild zu bewegliches Bild auf der Wand wieMike zu Jane.
In den 2 beweglichen Bildern steht 2 mal 1 Mund meist offen und sagt's. In jedem Mund stehen Zähne. Der Himmel von jedem Zahn ist der Gaumen. Der Boden von jedem Zahn ist der Kiefer.
1 Mund nennt den anderen Mund Jane. Der andere Mund nennt den einen Mund Mike. Bewegen ist Stehen. Nennen ist Zähne zählen. Zählen ist Zähne zeigen.
Mike and Jane liegen zwischen Waldbaum und Schlossturm. Sie strecken sich nebeneinander aus. Mike und Jane liegen als Mike und Jane so nebeneinander, wie 1 Waldbaum neben dem anderen, neben einem Schlossturm neben dem anderen steht. Mike und Jane pressen die Köpfe jeder an einen Waldbaum und die Füsse an je einen Schlossturm.
Mike sagt, lass uns da bleiben, wo unsere Köpfe sind, in der Natur. Jane sagt, lass uns da bleiben, wo unsere Füsse sind, im Schloss. Ich bin hungrig, sagt Mike, mein Mund ist leer. Voll wird dein Mund im Schloss, sagt Jane, Ich bin müde, sagt Jane, mein Kopf ist voll. Leer wird dein Körper in der Natur, sagt Mike.
Im Museum steht 1 Bett. Das Bett ist abgeschlossen. Der Schlüssel ist verloren. Mike und Jane schlafen nicht.


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