Heinz Peter Geißler: Hell wie Speck. "Ich dressier die Wörter doch weil sie immer auf den / falschen Dingen sitzen". Für seine neuen Gedichte, die "wolkenweiß und hell wie Speck" leuchten, hat Heinz Peter Geißler 2026 zurecht den Lyrikpreis Meran erhalten. Wir schließen uns der Laudatio an und folgen dem Hund, dem Hang, dem Wind und dem Baum bei ihrem Gang durch die Gedanken eines Gedächtniskünstlers: "Diese Gedichte sind in ihrem Eigensinn beharrlich; sie löcken nicht nur wider den Stachel, sondern scheinen der Sache selbst den Stachel zu ziehen. Sie fügen sich aus verblüffenden Sentenzen, die niemals gesucht, immer aber unmittelbar einleuchtend sind (...) Wenn es heißt: "du musst wenn du einen Hund hast begeistert sein vom Hund", hat das Wort, noch bevor es Gelegenheit gibt, verstanden zu werden, Flügel bekommen, um bei jenen zu landen, die wissen, dass es den Vorzug besitzt, gleichzeitig einwandfrei formuliert und unbestreitbar wahr zu sein (...) ein im emphatischen Sinne lyrisches Sprechen, in dem alles Auftrumpfende und selbstgefällig Behauptete vermieden wird -, ja nicht einmal vermieden werden muss, weil es in keinem Augenblick in Erwägung gezogen worden wäre." (Aus der Laudatio für den Lyrikpreis Meran 2026)

58 Seiten, Euro 10,-/ sFr. 12.-
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Heinz Peter Geißler: Hell wie Speck