| Bertram Reinecke Dornengesichte Kommentare und Dokumente Über dieses Buch In den vier Texten seines Erzählbandes führt uns Bertram Reinecke in meisterhafter Weise einmal mehr auf den schwankenden Grund unseres Weltverstehens. Geht der Erzähler in der Titel-Erzählung "Dornengesichte" tatsächlich im Dickicht des Waldes verloren - oder verliert er sich im Wahn seines eigenen Denkens, kämpft er vielmehr mit den eigenen Vorstellungen als mit den Ausläufern der Brombeeren, geht er in seinem eigenen Kopf im Kreis? Solche Fragen könnten auch Rainer Maria Rilke beschäftigen, wenn er die Kommentare liest, mit denen Gerhard Hauptmann eines seiner Gedicht bedenkt, in dem dieser offenbar nichts anderes als sein eigenes Spiegelbild erkennen kann. Und sind es wirklich Verblendungen, mit denen ein zeitgenössischer Kunstrichter auf die Malerei von Caspar David Friedrich reagiert - oder sind wir die Geblendeten, die vor lauter Ruhm und Kunstgeschichte nicht mehr sehen können, mit welchem Tand uns Friedrich abfertigt? Ganz zu schweigen von den Notwendigkeiten, ein Bestattungsunternehmen am Puls des Zeitgeists zu erneuern und weiterzuentwickeln ... Der Autor Bertram Reinecke, geboren 1974, aufgewachsen in Mecklenburg/Vorpommern, lebt in Leipzig. Reinecke studierte Phil/Germ/Psych in Greifswald sowie Lyrik und Prosa am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Reinecke schreibt Gedichte, Essays, Erzählungen, Übersetzungen, Hörkunstarbeiten und Libretti für Werke der zeitgenössischen Musik. Sein Gedichtband Sleutel voor de hoogduitsche Spraakkunst war "Gedichtbuch des Jahres 2012". Zuletzt erschienen der Gedichtband "Daphne, ich bin wütend" (Leipzig 2024) und die Erzählungen Geschlossene Vorgänge (Schupfart 2022). Bertram Reinecke war mehrfach Gastprofessor am Deutschen Literaturinstitut und betreibt seit 2009 den Verlag Reinecke & Voß. Bibliographische Angaben Bertram Reinecke Dornengesichte Kommentare und Dokumente ISBN 978-3-907369-22-7 Broschur, Neue Sammlung 037 18 x 11,5 cm, 124 Seiten Euro 14,- / sFr. 18.- |